Uran Aktien steigen mit dem Wert des Metalles

In den letzten 10 Jahren ist der Bedarf an Uran stetig größer geworden, da die Kernkraft weiterhin eine wichtige Rolle bei der Stromerzeugung spielt. Davon profitieren die Mienenaktien.

Uran war als Metall schon lange bekannt. Das Material rückte aber erst dann in den Mittelpunkt, nachdem dessen Energiepotenzial für die Entwicklung neuartiger Waffen entdeckt wurde. Das im Uran enthaltende Isotop ­235U ermöglicht eine Kernspaltungs-Kettenreaktion, die mit keinem anderen in der Natur vorkommenden Stoff machbar ist. Aus diesem Grund kann nur Uran heute der Primärenergieträger in einer Atomwaffe oder einem Kernkraftwerk sein. Damit ist Uran von herausragender wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung für viele Industrienationen auf der ganzen Welt.

Uran ist ein chemisches Element, das unter dem Buchstaben U im Periodensystem zu finden ist. Der Name stammt aus dem altgriechischen Wort für Himmel. Im Jahre 1780 gelang einem Wissenschaftler die erste Isolierung von Uran aus Pechblende, einem Mineral. Er stellte aber noch nicht fest, dass es sich bei Uran um ein radioaktives Material handelt. Erst 1896 gelang die Entdeckung der Radioaktivität des Urans. Das in der Natur vorkommende Uran, das in Mineralen auftritt, besteht aus zwei radioaktiven Isotopen. Isotop 235U, das zu 0,8 Prozent in Uran vorhanden ist und Isotop 238U, das mit 99,2 Prozent den Hauptbestandteil von Uran ausmacht.

Der Bau von Nuklearwaffen wird nicht mehr so stark vorangetrieben, wie zu den Zeiten des Kalten Krieges, aber wegen des immer größer werdenden Energiebedarfs, der in vielen Ländern vor allem durch Kernkraftwerke gedeckt wird, besteht eine fortwährende Nachfrage nach Uran und der Förderung von Uranerzen. Uranvorkommen gibt es in vielen verschiedenen Bereichen der Erde, wie in Nordamerika, im Süden Afrikas, in Australien aber vor allem in Osteuropa und Zentralasien. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach Uran kann ein Investment in Uran Aktien oder in einem Uran Fond, lohnenswert sein. Der stetig steigende Preis von Uran hat eine direkte Auswirkung auf Uranaktien mit guten Vorkommen, die das Metall mit konstanten Kosten fördern und so jede Preissteigerung des Metalls als Gewinn verbuchen können. Gerade China hat ein sehr großes Interesse an Uran. Große Mengen des Metalls gehen nach China, während andere Länder sich mit Einkäufen zurückgehalten haben, in der Hoffnung, dass der Preis für Uran fällt. Da die größten Uranminen derzeit mit Problemen, wie einer Flutung der Schächte, zu kämpfen haben, ist eine Entspannung des Uranpreises nicht abzusehen. Es ist sogar möglich, dass der Preis sein Allzeithoch von 70 Dollar übertrifft. Dadurch könnten in der Industrie Übernahmen und Fusionen in Gang kommen.

Interessierte Investoren sollten aber die Politik für Energiegewinnung und damit auch den Bereich der Kernkraft, der Uran nutzt, sehr genau beobachten, um besser beurteilen zu können, ob Uran eine Zukunftsperspektive hat, um nicht von Abschaltungen von Kernkraftwerken im großen Stil, wie in einigen Ländern schon beschlossen, überrascht zu werden, wodurch die Nachfrage nach Uran abnehmen würde.